Neue Kreditkarten Masche – Betrüger wenden Telefontrick an

Betrug mit der Kreditkarte - So läuft es ab

Die Verbraucherzentralen warnen vor einer neuen Kreditkarten Masche. Besonders Flüchtlinge werden von Kreditkartenfirmen mit einem Telefonanruf überrascht. Durch miese Tricks werden ihnen teure Verträge angedreht.

Seit einiger Zeit wird eine neue Masche beobachtet, äußert sich der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband Klaus Müller. Flüchtlinge die nach Deutschland gekommen sind, werden nach Erkenntnis der Verbraucherzentrale, in letzter Zeit häufig Ziel illegaler Geschäftemacher.
Flüchtlinge bekämen dabei einen Anruf, in dem von einer gewonnenen Kreditkarte die Rede sei. Beispielsweise antworten sie mit einem „Ja“ auf Fragen etwa zum Namen und dieses „Ja“ wird als Zustimmung zu einem Vertrag gewertet, worauf Zahlungsaufforderungen folgten. Klaus Müller meint, dass dies besonders ärgerliche Situationen sind. Denn hier werden Unwissenheit und vielleicht auch ein kurzzeitiges Glücksgefühl einfach ausgenutzt.



Auch für Verbraucher die schon lange in Deutschland leben, sind solche verbotene Telefonwerbung seit Jahren ein Problem. Es wird versucht, Menschen mit einem Flucht- oder Migrationshintergrund in diese Fallen hinein zu locken, berichtet der Chef von Verbraucherzentrale Bundesverband nach Rückmeldungen von Flüchtlingsinitiativen.

Mehr Aufklärung erforderlich

Mittlerweile seien Flüchtlinge teils selbst erwerbstätig oder wollen an den in Deutschland gebotenen Konsummöglichkeiten teilhaben. Dabei sind vielen von ihnen die „Spielregeln“ hier im Lande nicht gewohnt. Und leider werden sie dabei auch Opfer von Abzockern. Insgesamt werde ein strenger Rechtsrahmen gegenüber illegalen Praktiken gebraucht.

Hinzu kommt, dass viele Flüchtlinge nicht wissen welche Rechte sie haben. In Fällen unzulässiger Geschäfte, suchen sie deswegen selten Hilfe bei Anwälten oder Verbraucherzentralen. Zumindest ein Besuch bei einer Verbraucherzentrale kann in vielen Fällen sehr hilfreich sein. Helfer von Gewerkschaftsverbänden, Wohlfahrtsvereinen usw. müssen daher in Zukunft darauf achten, die Scham von Menschen zu nehmen, die auf solche Tricks hereinfallen.