Kreditkarte im Ausland: Abheben und Bezahlen

Kreditkarten erweisen sich als äußerst praktisch in Bezug auf Urlaub oder sonstigem Auslandsaufenthalt. Es ist nicht nötig, überaus viel Bargeld mit sich zu führen. Die Bezahlungen gehen einfach und schnell und mit vielen Kreditkarten sind bereits überall auf der Welt Bargeldabhebungen möglich. Bei Verlust lässt sie sich schnell sperren und ersetzen. Dennoch entstehen in einigen Bereichen Kosten und Gebühren. Diese fallen im ersten Moment nicht auf. Ist der Kunde allerdings unachtsam, zahlt er mehr, als er eigentlich möchte.

Was die Kartennutzung im Ausland angeht, gibt es allerdings einige Unterschiede, die sich lohnen zu betrachten. Hier werden Ihnen diese Bereiche vorgestellt, damit Sie bestens vorbereitet auf Reisen gehen können:

  • Karteneinsatz in der Euro-Zone
  • Karteneinsatz in der Nicht-Euro-Zone
  • Bargeldabhebungen und Auslandseinsatzentgelt

Karteneinsatz in der Euro-Zone

Innerhalb der Euroländer, in denen der Euro als Währung gilt, fallen normalerweise keine Gebühren für bargeldlose Transaktionen für Sie als Kartenbesitzer an. Wie für die normalen Bankkarten von Maestro, V-Pay und Girocard dürfen auch für Kreditkarten in der Euro-Zone keine höheren Gebühren, als im entsprechenden Inland verlangt werden. So entspricht es der EU-Verordnung. Um sicher zu gehen, sollten sie sich nach dem Urlaub dennoch Ihre Abrechnungen anschauen, um eventuelle unbegründet angerechnete Gebühren zu reklamieren.



Gebühren könnten jedoch durchaus bei Abhebungen an einem Geldautomaten anfallen. Üblicherweise betragen diese 3 bis 4 Prozent vom Betragen, mindestens um die 5 Euro.

Karteneinsatz in der Nicht-Euro-Zone

In Ländern außerhalb der Euro-Zone, beispielsweise USA oder Schweiz, wird Ihnen in der Regel ein Auslandseinsatzentgelt berechnet, da sie mit einer anderen Währung, als dem Euro, zahlen. Dieses liegt meist zwischen 1 bis 2 Prozent des Zahlungsbetrages. Diese Gebühr fällt bei Zahlungen in Geschäften an. Teilweise aber auch zusätzlich am Geldautomaten.

Eine weitere Rolle spielt der Fremdwährung zugrundeliegende Wechselkurs. Die Höhe des Wechselkurses ist nicht bei jeder Bank gleich und selbst die Transparenz kann unterschiedlich sein. Somit kommt es möglicherweise zu zusätzlichen Kosten bei der Abrechnung. Einige Kreditkartenanbieter veranschlagen jedoch innerhalb Europas keine Auslandseinsatzgebühr. Somit könnten Sie beispielsweise auch in Großbritannien und Schweden kostenfrei im Geschäft bezahlen.

Was Ihre normale Bankkarte betrifft, lassen Sie sich bestenfalls in Ihrer Bank beraten, ob diese in dem entsprechenden Land, in welches Sie reisen möchten, auch akzeptiert wird. Im Falle der V-Pay Karte hat man außerhalb von Europa meistens keinen Erfolg bei Bezahlungen oder Bargeldabhebungen. Dort sind Kreditkarten sozusagen “Pflicht”.

Bargeldabhebungen und Auslandseinsatzentgelt

Bei Abhebungen fallen nicht nur im Ausland, sondern bereits schon oft im Inland Gebühren an. Vor allem an Geldautomaten. Ist dies der Fall, können die Bankbetreiber problemlos auch Gebühren in anderen Euro-Ländern erheben. Unter Umständen veranschlagt nicht nur der Kreditkartenanbieter eine Gebühr, sondern auch der Betreiber des Automaten. Allerdings muss Ihnen vor der Transaktion die Gebühr angezeigt werden. Sie hätten also noch die Möglichkeit, die Abhebung abzubrechen.
Achten Sie darauf, ob beim Bargeldabheben im Inland an fremden Automaten eine Gebühr verlangt wird. Ist dies der Fall, kann Ihnen das auch im Ausland begegnen.

Befinden Sie sich mit Ihrer Kreditkarte in Ländern außerhalb der Euro-Zone, fällt eventuell neben den Automatengebühren das Auslandsentgelt an. Diese Gebühr liegt häufig zwischen 1 und 3 Prozent, abhängig vom Umsatz. Der Wechselkurs spielt dabei ebenfalls eine Rolle.

Nützliche Hinweise zum Thema Bargeldabhebung

Im Ausland wird Ihnen eventuell eine sofortige Umrechnung der Landeswährung vom Geldautomatenbetreiber vorgeschlagen. Hier sollten Sie vorsichtig sein, da oft für diesen Vorgang ein enormer Kursaufschlag berechnet wird, so informiert Stiftung Warentest. Benutzen Sie besser den Wechselkurs Ihrer eigenen Bank und heben Sie normal in der Landeswährung ab.



Bei vielen Kreditkarten bieten Banken den Service des kostenlosen Bargeldabhebens im Ausland bereits an. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel die Kreditkarten der comdirect Bank und die VISA-Karten der DKB. Hier gilt nur der Wechselkurs. Allerdings sind diese Karten mit einem Girokonto verbunden. Eine Kreditkarte ohne Girokonto, mit der Sie weltweit kostenfrei Bargeld beziehen können, ist die Barclaycard Visa Gold. Eine Gebühr für die Abhebung berechnen zwar viele Banken nicht, die meisten berechnen jedoch die Fremdwährungsgebühr in Höhe von ca. 2%. Kostenlos Bargeld abheben im Ausland bedeutet also nicht zwingend das keine Gebühren anfallen.

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