Kreditkarten-Ratgeber

Eine kostenlose Kreditkarte sollte, wie der Begriff sagt, keine Kosten verursachen. Um das festzustellen, müssen die einzelnen Kostenarten rund um kostenlose Kreditkarten näher unter die Lupe genommen werden. Erst wenn dem Kreditkartenbenutzer an keiner dieser Positionen Kosten berechnet werden, würde es sich um eine wirklich kostenlose Kreditkarte handeln. On top werden noch attraktive Extras angeboten, andererseits von den Karteninhabern aber auch erwartet. Ein ausführlicher Kreditkartenvergleich im Internet gibt Aufschluss darüber, in welchem Umfang kostenlose Kreditkarten tatsächlich ohne Kosten für den Karteninhaber sind.

Auf die Bedingungen des Anbieters achten

Üblicherweise wird eine Kreditkarte vom Anbieter schon dann als kostenlos bezeichnet, wenn weder einmalige Ausstellungs- noch laufende Jahresgebühren berechnet werden. Der Antragsteller bekommt die Kreditkarte nebst PIN mit jeweils separater Briefpost auf seinen Onlineantrag hin kostenfrei ins Haus geschickt. Nachdem sie aktiviert, das heißt freigeschaltet ist, kann die Kreditkarte für kontakt- und für bargeldlose Zahlungen sowie für Barverfügungen am Geldautomaten genutzt werden. Während das bargeldlose Bezahlen für die Karteninhaber bei allen Kartenanbietern kostenlos ist, scheiden sich die Geister bei Bargeldabhebungen. Hier wird in diejenigen im Inland, also in Deutschland sowie im Ausland unterschieden. Während die meisten Kreditkarten, beispielsweise von den Kartenanbietern MasterCard, VISA oder AMEX im Ausland weltweit kostenlos am Geldautomaten genutzt werden können, ist das im Inland recht unterschiedlich. Hier reicht die Spanne von immer kostenlos über eine monatlich feststehende Höchstzahl an kostenlosen Barverfügungen, bis hin zu einer generell kostenpflichtigen Automatenbenutzung. Die Gebühren sind nicht einheitlich, sondern unterschiedlich hoch. Sie reichen von Grundkosten ab knapp 5 EUR aufwärts bis hin zu einem mehrprozentigen Anteil pro Geldabhebung. Bei einem Tageshöchstlimit von 500 EUR ergibt das leicht eine Summe von 15 bis 20 EUR.

Fremdwährungsgebühren sind ein wichtiger Faktor

Ob es sich um eine kostenlose Kreditkarte handelt, richtet sich auch nach der Berechnung von Fremdwährungsgebühren. Die in anderer als der Eurowährung, also in einer Fremdwährung geleistete Zahlung wird nach dem tagesaktuellen Wechselkurs in EUR umgerechnet und dem Kartenkonto belastet. Das ist für den Kartenanbieter ein Verwaltungsaufwand. Kaum einer von ihnen verzichtet darauf, dafür Fremdwährungsgebühren zu erheben. „Astrein“ kostenlos würde bedeuten, dass dem Karteninhaber keine Gebühren für den Auslandseinsatz seiner Kreditkarte berechnet würden. Das gibt es so gut wie gar nicht. Die gängigen Fremdwährungsgebühren liegen bei 1,7 Prozent und mehr des jeweils in EUR umgerechneten Fremdwährungsbetrages. Spätestens an dieser Stelle wird es schwierig, mit einer kostenlosen Kreditkarte zu werben.

Habenzinsen und Sollzinsen als Kostenpunkt

Zu den weiteren Merkmalen einer kostengünstigen Kreditkarte gehören Habenzinsen, Sollzinsen sowie kostenlose Extras. Einige Herausgeber bieten die Verzinsung eines Kartenguthabens an. In der heutigen Zeit der EZB-Niedrigzinspolitik ist der Zinssatz denkbar gering. Doch diese Situation wird sich ändern, sodass es für den Kartenbenutzer durchaus wieder attraktiv sein kann, auf seinem Kreditkartenkonto ein Guthaben anzusammeln oder zu parken. Sollzinsen für einen Kredit als geliehenes Geld müssen überall bezahlt werden. Die Frage stellt sich jedoch nach der Höhe des Effektivzinssatzes für den Kartenkredit. Hier lohnt sich ein Angebotsvergleich unter mehreren bis vielen Kreditkarten mit Kartenkredit. Für kostenlose Kreditkarten ist das zinslose Zahlungsziel ein weiteres Kriterium. Hier reichen die Angebote von 0 über 30 bis 60 Tage, also bis zu ein und zwei Monate. Erst danach werden Sollzinsen anhand des Kartensaldos berechnet. Und hier wiederum wird in bargeldlose Kartenbenutzung sowie in Bargeldabhebung unterschieden. In der Regel gilt das zinslose Zahlungsziel nicht für Geldabhebungen. Einige Anbieter hingegen werben auch damit als besonderes Alleinstellungsmerkmal. All diese Details entscheiden über die Bewertung, in welchem Ausmaß die als kostenlos beworbene Kreditkarte auch wirklich kostenlos bleibt.

Extraleistungen sichern

In Bezug auf Extraleistungen sind alle Kreditkartenanbieter so innovativ wie ideenreich. Gängige Sonder- und Zusatzleistungen sind Versicherungen, Meilen-, Bonus-, Rabatt- sowie Paybackprogramme, bis hin zu einem Startguthaben für Neukunden. Der Karteninhaber soll dazu animiert werden, seine Kreditkarte für möglichst viele sowie umsatzträchtige Zahlungsvorgänge in Einzelhandel, im Versand- und Onlinehandel sowie am Geldautomaten zu benutzen.

Fazit: Kreditkarten einfach kostenfrei beantragen

Feststeht, dass im heutigen Privat- und Berufsleben eine Kreditkarte unentbehrlich ist. Vergleichbar mit dem ebenso notwendigen Girokonto geht es dem Kartenbenutzer darum, mit seiner kostenlosen Kreditkarte Gebühren zu sparen und gleichzeitig einen möglichst hohen Mehrwert an Extraleistungen zu haben. Dem Vielflieger kommt das Meilenprogramm besonders entgegen, dem Kunden beim Shoppen im örtlichen Einzelhandel, im Versandhandel oder im Onlineshop hingegen Rabatt- und Paybackprogramme. Das Angebot an kostenlosen Kreditkarten ist heutzutage so vielfältig und vielseitig, dass jeder die zu ihm passende Kreditkarte finden kann.

Die besten Kreditkartenanbieter

Eine Kreditkarte ist eine Karte zur weltweiten Zahlung von Waren und Dienstleistungen im realen Geschäfts- und Privatleben aber auch bei Online-Geldtransaktionen. Auf dem europäischen Kreditkartenmarkt haben sich vier Gesellschaften erfolgreich etabliert. Hierzu zählen MasterCard, Visa, Diners und American Express. Viele Kreditinstitute geben Kreditkarten kostenlos an ihre Kunden aus oder koppeln dies an einen monatlichen Mindestumsatz mit der Kreditkarte. Für den weltweiten Einsatz der Kreditkarten werden in der Regel Gebühren bzw. Transaktionskosten vom kartenausgebenden Institut verlangt. Üblich sind 1,00% – 2,00% vom Umsatz der Transaktion. Diese Gebühr wird von nahezu jeder Bank verlangt, wenn die Bezahlung in einer fremden Währung erfolgt (z.B. Dollar, Schzweizer Franken).

Mittlerweile existieren vier unterschiedliche Arten von Kreditkarten:

Charge Card

Bei einer Charge Card werden die monatlichen Umsätze gesammelt und dem Karteninhaber dann in Rechnung gestellt. Hierzu wird dem Karteninhaber ein individuelles Kreditlimit zur Verfügung gestellt, innerhalb dessen er Umsätze über seine Karte tätigen kann.

Credit Card

Bei der klassischen Credit Card wird dem Karteninhaber durch den Einsatz seiner Kreditkarte ein tatsächlicher Kredit eingeräumt. Wie auch bei der Charge Card wird dem Karteninhaber ein individueller Verfügungsrahmen eingeräumt. Der Karteninhaber kann aber, nachdem er die monatliche Rechnung erhalten hat frei entscheiden, ob der Abrechnungsbetrag sofort in einer Summe oder in Raten bezahlt werden soll. Entscheidet er sich für die Rückzahlung in Raten, werden dem Karteninhaber zusätzlich die Kreditzinsen in Rechnung gestellt. Hierbei wird meist ein Mindestrückzahlungsbetrag vom kartenausgebenden Institut vorgegeben.

Debit Card

Die Debit Card stellt zunächst eine herkömmliche Kredikarte dar. Sie ist aber eine spezielle Zahlungsverkehrskarte, bei der getätigte Umsätze unmittelbar dem Girokonto des Karteninhabers belastet werden. Die Umsätze werden folglich nicht monatlich gesammelt, sondern bereits innerhalb weniger Tage einzeln vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht. Ein Zahlungsaufschub bis zur Rechnungsstellung wird bei dieser Kreditkarte folglich nicht gewährt.

Prepaid Card

Eine Prepaid Card wird auch häufig als Werte- oder Guthabenkarte bezeichnet. Um mit einer Prepaid Card Umsätze tätigen zu können, muss zunächst ein Guthaben auf die Kreditkarte überwiesen werden. Der Karteninhaber kann demnach nur das tatsächlich vorhandene Guthaben auf der Kreditkarte ausgeben.

Die Kreditkarte im Fokus (Quelle: Smava.de)