Kreditkarte beantragen – So läuft der Kreditkartenantrag im Internet

Für die Benutzung einer Kreditkarte mit den Möglichkeiten, sie als bargeld- und kontaktloses Zahlungsmittel sowie für Barverfügungen am Geldautomaten zu verwenden, wird ein Vertrag abgeschlossen. Dieser Kreditkartenvertrag regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten von Kartenanbieter und Kartenbenutzer. Sofern es sich um eine Kreditkarte mit Kartenkredit handelt, ist für den Kredit ein zweiter, separater Vertrag erforderlich. Der entfällt für eine Prepaid-Kreditkarte als Guthabenkarte. Heutzutage ist ein Online Kreditkartenantrag die gängige Praxis. Sowohl Kartenanbieter wie MasterCard, VISA, American Express oder Diners Club als auch Banken und Sparkassen machen ihren Kunden ein Kreditkarte beantragen denkbar einfach. Die können ganz sicher sein, dass ihre Daten direkt nach der Eingabe verschlüsselt und insofern absolut diebstahlsicher transferiert werden.

Unterschiede je nach Kartenanbieter

Jeder Kartenherausgeber bietet auf seiner Webseite als Kreditkartenantrag eine individuelle Eingabemaske an. Darin werden persönliche Angaben abgefragt. Zu denen gehören der vollständige Name, Geburtsdatum und Geburtsort, der Familienstand, die Staatsangehörigkeit sowie der aktuelle Wohnsitz mit Postleitzahl, Stadt, Straße und Hausnummer. Kontaktdaten sind Festnetz- und Mobiltelefon sowie die E-Mailadresse. Allgemeine Voraussetzungen, um eine Kreditkarte beantragen zu können, sind das Mindestalter von 18 Jahren, also die Geschäftsfähigkeit, der erste Wohnsitz in Deutschland sowie das Girokonto bei einem deutschen Kreditinstitut.

Basisinformationen für Kreditkarten

Diese Basisinformationen gelten für jede Kreditkarte, also mit und ohne Kartenkredit. Für die Prepaid-Kreditkarte sind sie ausreichend, nicht jedoch für den Kartenkredit. Über den wird bonitätsabhängig entschieden. Die Kreditwürdigkeit des Antragstellers richtet sich danach, ob er einen festen, gesicherten Arbeitsplatz hat und wie hoch das Monatsnettoeinkommen ist. Das muss deutlich oberhalb der Pfändungsfreigrenze liegen. Für eine Person sind das rund 1.050 EUR. Darüber hinaus wird vom Antragsteller erwartet, dass er die Schufa-Klausel im Onlineantrag anklickt. Damit erklärt er sein OK dazu, dass

  • der Kartenanbieter die Schufa-Datenbank einsehen darf
  • die Bonität anhand des Schufa-Score bewertet wird
  • Kreditkarte und Kartenkredit anschließend als Information in die Schufa eingetragen werden

Online-Kreditkartenantrag leicht gemacht

Mit einem letzten Mausklick wird der Online-Kreditkartenantrag abgeschickt. Der Antragsteller braucht gar nicht allzu lange abwarten. Einige Kartenherausgeber werben mit einer Sofortentscheidung binnen Minutenfrist; bei anderen dauert es einige Stunden bis hin zu ein, zwei Tage. Bei einem Antrag auf Ausstellung einer Prepaid-Kreditkarte gibt es nichts zu prüfen und zu entscheiden. Der Kartenanbieter hat kein finanzielles Risiko. Die Bonitätsbewertung entfällt, ebenso wie eine Einsicht in die Schufa-Datenbank.

Was passiert nach Abschluss?

Der weitere Bearbeitungsweg ist für den einen wie den anderen Kreditkartenantrag weitgehend derselbe. Nach dem KWG, dem Kreditwesengesetz muss der Kartenanbieter vor Vertragsabschluss mit einem Neukunden dessen Identität prüfen. In der Filialbank vor Ort kopiert der Kundenberater in Anwesenheit des Antragstellers dessen Personalausweis. Das ist beim Online Kreditkarte beantragen nicht möglich; zwischen Bank und Kunden gibt es kein persönliches Kennenlernen. Anstelle dessen nutzt der Kartenanbieter wahlweise das Postident- oder das Videoident-Verfahren. Der Antragsteller bekommt vom Kartenanbieter ein Formular als Datei zugeschickt. Das füllt der Mitarbeiter in einer Filiale der Deutschen Post AG aus. Der Antragsteller weist sich durch Vorlage seines Personalausweises oder des Reisepasses zusammen mit der Anmeldebestätigung aus. Der ausgefüllte Postident-Vordruck wird direkt von dem Postmitarbeiter an den Kartenanbieter geschickt. Dem Antragsteller entstehen dadurch keine Kosten. Das Videoident-Verfahren ist gleichbedeutend mit einem Videochat. Es ist ebenfalls kostenlos und kann bequem am heimischen PC erledigt werden. Der Kartenherausgeber fotografiert mit der Webcam Vorder- und Rückseite von Personalausweis oder Reisepass. Das jeweilige Hologramm als dreidimensionale Aufnahme wird geprüft und verifiziert. Zum Abschluss bekommt der zukünftige Karteninhaber eine TAN per SMS oder E-Mail zugeschickt. Mit deren Sendebestätigung ist das ID-Verfahren erfolgreich abgeschlossen.

Welche Unterlagen erhalten Sie?

Jetzt kann der Antragsteller ganz beruhigt abwarten. In den nächsten Tagen werden ihm die beantragte Kreditkarte sowie die dazugehörige PIN, die Personal Identification Number mit separater Briefpost der Deutschen Post AG zugeschickt. Abhängig von dem Kartenanbieter ist der Vertrag online bereits zustande gekommen, oder er wird ebenfalls per Briefpost übermittelt. Der letzte Schritt hin zur Benutzung der Kreditkarte mit oder ohne Kartenkredit ist das Freischalten, auch Aktivieren genannt. Das ist von Kartenanbieter zu Kartenanbieter unterschiedlich. Zu den gängigen Möglichkeiten gehören die telefonische Aktivierung sowie online per Eingabe von PIN und TAN. Ab jetzt ist die Kreditkarte mit Kartenkredit einsatzbereit. Um die Prepaid-Kreditkarte benutzen zu können, muss der Karteninhaber als letztes eine Überweisung von seinem Girokonto auf das Kartenkonto veranlassen. Die SEPA-Onlineüberweisung wird einen Tag später gutgeschrieben. Mit diesem Guthabensaldo im Rücken ist nun auch die Prepaid-Kreditkarte vollumfänglich nutzbar.