Das Kreditkartenunternehmen Visa im Portrait

VISA Inc. gehört neben Mastercard zu den beiden größten größten Kreditkartengesellschaften der Welt. Das Unternehmen ist seit 2008 an der Börse notiert und beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter weltweit. VISA selbst gibt keine eigenen Kreditkarten heraus, sondern vergibt an Banken und Kreditinstituten so genannte Issuing-Lizenzen. Diese dürfen dann Karten ausgeben. Global können Sie mit einer VISA Kreditkarte bei über 35 Millionen Händlern bezahlen und an über 1 Million Geldautomaten Geld abheben. Im Jahr 1970 entstand als Vorläufer von VISA Inc. die National Banc Americard. Erst 1976 vollzog sich dann der Wandel zu dem heute bekannten Kreditkartenunternehmen.

Das Produktportfolio von VISA Inc.

Außer der klassischen Kreditkarte, bietet VISA Inc. seinen Kunden noch eine ganze Reihe von anderen Karten an:

VISA Kreditkarten

  • VISA Classic und Premium
  • für Geschäftskunden gibt es spezielle Businesskarten (VISA Commercial). Für größere Unternehmen gibt es auch die VISA-Corporate-Karte

VISA Debitkarten

  • in Europa: VISA Electron
  • V Pay – Diese Karte wird landläufig auch als „EC-Karte“ bezeichnet. Sie wird meistens in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben.

Zusätzlich existiert noch eine Prepaid-Variante. Diese VISA Kreditkarte wird ausschließlich auf Guthabenbasis geführt und muss vom Eigentümer vorher „aufgeladen“ werden.
Da die einzelnen Banken und Kreditinstitute für die Ausgabe der Karten verantwortlich sind, entscheiden diese auch über eine Preisgestaltung. So ist die Preisspanne für eine VISA-Karte sehr groß. Es gibt sowohl kostenlose, als auch gebührenintensive Angebote.

Die VISA payWave Card

Seit kurzem wirbt VISA mit dem Slogan: „Schnell, einfach und bequem – für Kunden und Händler“ für das kontaktlose Bezahlen mit der NFC-Karte (Near Field Communication). Dieses Bezahlsystem ermöglicht Ihnen bargeldlos und einfach zu bezahlen – indem Sie Ihre VISA-Karte an ein entsprechendes Terminal halten. Fertig. Mehr nicht. Die Karte darf dabei höchstens 4 Zentimeter vom Terminal entfernt sein. Ihr Einkauf wird anschließend automatisch von Ihrem Kreditkartenkonto belastet. Momentan ist diese Art des Einkaufs auf maximal 25 Euro beschränkt.
Die Vorteile liegt auf der Hand. Zum einen geht es wesentlich schneller. Zum anderen müssen Sie Ihre VISA-Karte nicht mehr aus der Hand geben. In Europa können Sie derzeit an über 550.000 Kontaktlosterminals bezahlen. VISA Inc. garantiert, dass das System über die höchsten Sicherheitsstandards verfügt. Bei jedem Bezahlvorgang wird ein dynamischer Code erzeugt. Doppelabbuchungen oder versehentliche Zahlungen sind laut VISA ausgeschlossen.

Verified by VISA

Verified by VISA ist ein Authentifizierungssystem, welches Kunden vor Betrug schützen soll. Es gehört zum so genannten 3D-Secure-Verfahren. Beim Bezahlen im Internet ist in der Regel ausreichend, dass Sie Ihren Namen, die Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer eingeben. Mit Verified by VISA wird zusätzlich noch ein Passwort vergeben, dass nur Ihnen bekannt ist. Das soll dafür schützen, dass selbst wenn ein Hacker in den Besitz Ihrer Kreditkartendaten kommt, er nicht das Passwort kennt. Die Händler profitieren ebenfalls, VISA sichert ihnen eine Zahlungsgarantie zu. Der Händler erfährt dieses Passwort nicht, er erhält nur die Mitteilung, dass alles ok ist. Der Einsatz dieses zusätzlichen Bausteins zeigt, dass die Zahl der Missbrauchsfälle deutlich zurückging. Mittlerweile haften Kunden auch nicht mehr in einem Betrugsfall, solange ihnen nicht grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.

Die VISA CodeSure Karte

Eine Weiterentwicklung des Verified by VISA wird seit Herbst 2010 in Kooperation mit der DKB getestet. Eine VISA CodeSure Karte enthält auf der Rückseite zusätzlich eine kleine Tastatur und eine Mini-Anzeige. Falls Sie jetzt online mit Ihrer VISA-Kreditkarte einkaufen, ist es nicht mehr notwendig Ihr vorher festgelegtes Passwort einzugeben, sondern einen Transaktionscode. Diesen Code erhalten Sie, indem Sie auf der Rückseite Ihrer VISA-Karte Ihre PIN eingeben. Der Minicomputer errechnet anschließend einen Code und zeigt diesen an. Diesen Code benötigen Sie nun zum Bezahlen, ähnlich wie die TAN beim Online-Banking. Es wird bei jedem Bezahlvorgang ein anderer Code generiert. Nur derjenige, der die Karte hat und die PIN kennt, kann einen Code generieren. Dadurch erhofft man sich eine nochmalige Steigerung der Kartensicherheit.